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Immer mehr Paare in Deutschland sind ungewollt kinderlos. Bleibt eine Schwangerschaft für mehr als zwei Jahren aus spricht man von Sterilität. Gegenwärtig wird geschätzt,
dass in Deutschland bis zu 15% der Paare vorübergehend und davon 5% absolut unfruchtbar sind.
Die Ursachen verteilen sich etwa gleich auf Mann und Frau. Bei ca. 30% der Paare sind beide Partner betroffen. In 15% der Fälle werden keine Ursachen gefunden.
Nach wie vor übernehmen die Krankenkassen einen Großteil der Diagnostik und Therapie:
Bei den Ursachen der Frau handelt es sich zum einen um hormonelle Störungen, z.B. durch Unter-, Übergewicht oder Alter. Zum anderen bereiten Organveränderungen
(Eileiter, Gebärmutter, Eierstock) durch beispielsweise Entzündungen oder Operationen Probleme. Aber auch Allgemeinerkrankungen z.B. der Schilddrüse, Nebennierenrinde
oder Diabetes können die Befruchtung beeinflussen, ebenso wie die Einnahme von Medikamenten. Abgesehen von genetischen und psychischen Faktoren sind der Genuss von
Nikotin und Alkohol aber auch Umweltfaktoren z.B. Schwermetalle, Pestizide, Östrogene oft ursächlich für eine Sterilität zu finden.
An erster Stelle der Abklärung steht hierbei eine genaue Befragung bzgl. Zyklusverhalten, frühere Operationen, Infektionen, Schwangerschaften, aber auch nach Medikamenten, Nikotin etc.
Zur Bestimmung der fruchtbaren Tage ist es hilfreich eine Basaltemperaturkurve zu führen. Alternativ können Sie auch spezielle Computer verwenden die mittels Urinteststreifen
den Eisprung vorhersagen.
Danach erfolgt die körperliche und die gynäkologische Untersuchung inklusive Ultraschall. Zusätzlich führen wir eine Infektabklärung durch.
Zwischen dem vierten und siebten und dann nochmals um den 21. Zyklustag herum nehmen wir Blut zur Bestimmung des Hormonspiegels ab.
Parallel hierzu erfolgt die Abklärung des Partners beim Urologen.
Je nach Ergebnis und in Absprache mit Ihnen erstellen wir einen Behandlungsplan. Manchmal ist es einfach und der Geschlechtsverkehr war zu selten oder zur falschen Zeit.
Hat sich jedoch eine Störung der Eizellreifung herausgestellt, ist meist die gezielte Einnahme von Medikamenten nötig. In Abhängigkeit von der Störung erfolgt dies bei uns
oder in einem Zentrum für Reproduktionsmedizin.
